Kuh auf dem Erlebnisbauernhof Weid

Idee und Vorgeschichte von Hauptinitiant Toni Spichtig

Mein Wunsch war schon lange mit der ganzen Familie einmal gemeinsam eine Reise zu machen; dies zum Dank für die investierte Arbeit und die Harmonie auf unserem ganzen Betrieb. Was mich auch immer fasziniert, ist die Entwicklung der Logistik vor Jahrhunderten und heute. Als Buschauffeur in der heutigen Zeit fühle ich mich mit dem früheren Säumer irgendwie verbunden. Interesse an Maultieren habe ich schon seit jeher. Dieses Tier war mir schon seit meinen Jugendjahren im Hinterkopf: Irgendwann einmal, wenn die Zeit da sei, wollte ich gerne einen Tripp mit Maultieren unternehmen. Nun  war es im August 2005 so weit.

Die Jahrhundertzeitreise live erleben, mit Maultieren, Sack und Pack beladen über die Alpenpässe ziehen, konnte starten.

Der Säumerweg von Obwalden nach Domodossola war vor Jahrhunderten unser Absatzmarkt von Sbrinz
Käse und zugleich Zubringer von Wein, Gewürzen und Kleidern aus Seide. Der „Urächt“ Bio-Sbrinz ist bei den Konsumenten noch nicht sehr bekannt. Auf diesem Weg möchten wir, wie unsere Urvorfahren, das Urprodukt in die weite Welt hinaus tragen.

Reiseprogramm

Die Sbrinz-Route führte uns in folgende Regionen:

  1. Tag; Kerns, Melchtal, Stöckalp, Melchsee-Frutt
  2. Tag; Melchsee-Frutt, Engstlen, Innertkirchen, Guttannen
  3. Tag; Guttannen, Grimsel, Obergesteln
  4. Tag; Obergesteln, Nufenen, Griesspass, Riale
  5. Tag; Riale, Bacheno
  6. Tag; Bacheno, Domodossola IT
  7. Tag; über Pso di S. Giàcomo, Bedretto und Gotthard Tunnel nach Kerns

Mit vielen Sbrinz-Möckli und Säumerwein verliessen wir am 4. August 2005 das Dorf Kerns. Unterwegs an den verschiedenen Ortschaften machten wir einen Halt und präsentierten den Dorfbewohnern und Touristen ein urächtes Apéro mit Bio-Sbrinz-Möckli und Säumerwein. Es war grosses Interesse da, und wir durften immer wieder Sbrinz-Möckli bei unserer Dorfkäserei Barmettler in Kerns nachbestellen. Die Leute wurden angezogen von unserem Erscheinungsbild mit den Maultieren, kamen näher, probierten ein bisschen Käse und waren total kauffreudig. So fanden viele Sbrinz-Möckli den Weg zum Liebhaber. Auf der ganzen Reise vermarkteten wir ca. 90 kg Bio-Sbrinz.