Trekking-Tour vom 17. - 20.10.2006
Erstfeld - Gurtnellen - Andermatt - Gotthard Hospiz - Airolo

Teilnehmer:
Familie Spichtig & Helfer
mit Maultier Panja und 4 Eseli
Klasse 4a Kanti Beromünster
Die Klasse 4a der Kanti Beromünster machte bei ihrer Projektwoche "Reisen wie im Mittelalter" eine Zeitreise in die Vergangenheit. Mit Maultieren und Packeseln überquerte man den Gotthard wie vor 500 Jahren.


Text aus dem Anzeiger Michelsamt, Beromünster vom 2. November 2006

In Anlehnung an vorindustrielle Romwallfahrten wie jene von 1775, als sechs Rickenbacher in Pilgertracht von Rickenbach nach Rom pilgerten, überquerte die Klasse 4a in ihrer Projektwoche den Gotthard. Die Woche trug den Titel "Reisen wie im Mittelalter". Während der Reise wurden nach Art mittelalterlicher Chronisten Tageseinträge verfasst. Zu Beginn der Reise liest sich das so: "Im Jahre des Herrn 2006 zur Zeit der Weinlese brachen von MGH Sitft Bermomünster zweiundzwanzig junge Studenten zur Wallfahrt nach Rom auf."


Eine solche Reise ist anstrengend, aber ungemein bereichernd. Statt im Schulgebäude Beromünster, nahmen die Schüler vorsichtig in zwei grossen zwölfplätzigen Kanus Platz. Sie ruderten entlang der Küsten von Buochs und Beckenried in den damals gefürchteten Urnersee. Hierzu berichtet die Schülerchronik: "Der stürmische jedoch seelenreine und wie schon Wilhelm Tell geholfene und eidgenossenfreundliche Urnersee steuerte uns an der Sonne vorbei gegen Seedorf".

Von Seedorf aus gings zu Fuss weiter nach Erstfeld zum Bielenhof. Früh morgens nahmen die Schüler hier Maultier Panja, den jungen Fritzli und drei Eseli in Empfang. Auf alten Säumerpfaden führte die Route steil zum Arnisee hinauf, von hier aus nach Gurtnellen. Von Gurtnellen zogen die frischgebackenen Säumer durch die einstmals so berüchtigte Schöllenenschlucht über die Teufelsbrücke nach Andermatt.


Stürmischer Föhn kündete die ganze Nacht vom schlechten Wetter im Süden. Und trotzdem ging die Reise weiter zum Gotthard-Hospiz und über den "S. Gorthesbärg" (Pilgerführer für die Rickenbacher von 1175). Schlechte Sicht eisige Temperaturen, Nebel, Schnee und kalte, kriechende Nässe wurden zu den ärgsten Widersachern. Auch Maultier Panja fand das Wetter grenzwertig. Die Schülerchronik: "Nebst der grausigen Kälte und dem gestürmen Wind mussten wir uns durch den strömenden Regen kämpfen."

Fragen zur europäischen Verkehrspolitik und zur NEAT beschäftigten die Schüler am Nachmittag, bevor am Freitag - wieder im Regen - Airolo aus eigener Kratf erreicht wurde. Von hier aus wären es noch gut und gerne "15 bis 20 gemeine Tagesreisen" nach Rom gewesen....

Trekkingtouren können auch gebucht werden.
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